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Die Stufen der Beteiligung nach Richard Schröder liefern ein gutes Instrument, die unterschiedlichen Partizipationsprozesse ohne Bewertung unterscheiden zu können. Je nach Situation bedarf es einer unterschiedlichen Form der Partizipation, wobei bei den ersten drei Stufen nicht von Partizipation gesprochen werden kann:
- Fremdbestimmung - Es handelt sich dabei um keine echte Beteiligung. Inhalte, Arbeitsformen und Ergebnisse sind fremdbestimmt.
- Dekoration - Kinder und Jugendliche wirken auf einer Veranstaltung mit, ohne genau zu wissen, worum es geht.
- Alibi - Teilnahme - Kinder/Jugendliche nehmen an einer Veranstaltung teil, haben aber nur scheinbar eine Stimme, z. B. Konferenzen, teilweise auch Kinderparlamente.
- Teilhabe- Kinder und Jugendliche würden über die bloße Teilnahme hinaus ein gewisses sporadisches Engagement der Beteiligung zeigen (können).
- Zugewiesen aber informiert - Das Projekt wird von Erwachsenen vorbereitet, aber die Kinder sind gut informiert, verstehen worum es geht und was sie bewirken wollen.
- Mitwirkung - Kinder/Jugendliche haben die Möglichkeit, durch Interviews eigene Vorstellungen oder Kritik zu äußern. Sie besitzen bei der Planung und Umsetzung jedoch keine Entscheidungskraft.
- Mitbestimmung - Kinder werden bei Entscheidungen tatsächlich mit einbezogen. Sie haben ein Beteiligungsrecht. Dadurch wird ihnen das Gefühl vermittelt, dazuzugehören und Verantwortung mit zu tragen. Die Idee zum Projekt kommt zwar von Erwachsenen, alle Entscheidungen werden aber demokratisch mit den Kindern getroffen.
- Selbstbestimmung - Hierbei wird ein Projekt nicht mit, sondern von Jugendlichen initiiert. In der Regel aus eigener Betroffenheit heraus wird Eigeninitiative entwickelt, die von Seiten engagierter Erwachsener unterstützt und gefördert werden kann. Die Entscheidungen fällen die Jugendlichen, die Erwachsenen werden evtl. beteiligt, tragen die Entscheidungen aber mit
- Selbstverwaltung - Hier geht es um die Selbstorganisation z. B. einer Jugendgruppe. Die Gruppe hat völlige Entscheidungsfreiheit über das Ob und Wie von Angeboten. Entscheidungen werden Erwachsenen lediglich mitgeteilt.
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